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Versteinerter Wald von Chemnitz

Versteinerter Wald von Chemnitz


Die Erde bebt und ein Vulkan bricht aus. Asche- und Staubwolken werden in den Himmel geschleudert. Eine gewaltige Druckwelle breitet ich aus, rast die Hänge hinab und zerstört alles, was ihr in den Weg kommt. Eine meterdicke Ascheschicht begräbt umgeknickte Stämme und alles Leben unter sich.

Heute, 291 Milionen Jahre nach diesem Ereignis finden wir die versteinerten Stämme und fossilen Überreste des permzeitlichen Urwaldes wenige Meter tief im Chemnitzer Erdboden. Der luftdichte Abschluss, die Hitze und der Druck konservierten die Stämme und das sie umgebende Ökosysten. Durch das Einwirken von Kieselsäure versteinerten die Baumstämme.

Der Versteinerte Wald von Chemnitz wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Johann Traugott Sterzel errichtet. Interssante Funde wurden zu einem bleibenden Naturdenkmal zusammengetragen. Einst vor der Lechlaschen Villa (Annaberger Straße 44) aufgestellt, hatte der Versteinerte Wald bereits mehrere Standorte. Es folgte ein Umzug vor den Westgiebel und später an die Ost-Fassade des König-Albert-Museums auf dem Theaterplatz. Seit 2004 steht dieses beeindruckende Objektensemble vor Verwitterung geschützt hier im Tietz.

Heute besteht der Versteinerte Wald aus 25 Stämmen, die über 1,5 m hoch sind. Der höchste Stamm erreicht 14,2 m. Insgesamt wiegen die Stämme etwa 65 Tonnen. Die Stammdurchmesser reichen von 0,2 bis 2,5 m.

Weitere spannende Funde können Sie im Museum für Naturkunde in der 1. Etage dieses Hauses bestaunen.

Viel Spaß!

Infos techniques

Lat : 50.831Lng : 12.9232
0 m
3 years

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