
Der Überlieferung zufolge ließ im Jahr 1674 ein örtlicher Lord, der einen Jagdunfall überlebt hatte, aus Dankbarkeit eine den Heiligen Peter und Paul geweihte Kapelle errichten.Eine hübsche Kalksteinplatte erinnert an diesen Grundriss: „DIESE KAPELLE WURDE IM JAHR 1674 ERBAUT.“Über die Nutzung des Heiligtums bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist wenig bekannt. Im Jahr 1898 öffnete die Glashütte Saint-Gobain ihre Türen, zahlreiche Häuser wurden gebaut, die Kapelle befand sich damals am Rande eines großen Wohngebiets und wurde stillschweigend zum Gotteshaus des Viertels.Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zu Umbauten, bei denen unter anderem ein neuer Altar mit kleiner Sakristei, ein Mezzanin-Lettner und ein äußerer Glockenturm errichtet wurden.Heute ist der Ort von den Gläubigen verlassen, dennoch profitiert er von der aufmerksamen Pflege der Gemeinde, die für seine Restaurierung und Instandhaltung sorgt.Jedes Jahr findet Ende Juni in dem kleinen Heiligtum ein besonderes Ereignis mit dem von der örtlichen Zuaven-Kompanie organisierten Marsch statt.