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Simenon : Place de l’Yser

Simenon : Place de l’Yser

Simenon hat die Anlegung des Platzes miterlebt. Zuerst hieß er Place de Bavière und
diente den Jugendbanden zweier rivalisierender Pfarren als Kampfplatz. Er bildete die
Grenze zwischen Saint-Pholien und Saint-Nicolas. Das ausgeprägte Kirchturmdenken
geht auf die Ansiedlung zweier alter Handwerksgilden zurück: der Gerber von Saint-
Pholien und der Weber von Saint-Nicolas.

"In manchen Straßen gehörte die eine Häuserseite zu dieser Pfarre, die andere zu jener,
der feindlichen. Ich sage bewusst „zur feindlichen Pfarre“, denn für uns Knirpse erwies
sich die Grenze als ernst zu nehmende Barriere. Für einen Jungen von Saint-Nicolas
war es gefährlich, sich alleine nach Saint-Pholien vorzuwagen. Er musste nicht
nur damit rechnen, mit Steinen beworfen zu werden. Wenn er Pech hatte,
wurde er regelrecht verprügelt."
[Georges Simenon, Vent du nord vent du sud, 1976].


An jedem zweiten Sonntag konnte der junge Georges hier seinen Vater Désiré bei den
Übungen der Bürgerwehr Les soldats du dimanche [die Sonntagssoldaten] beobachten.
Der Vater des Schriftstellers ahnte damals nichts von dem überschwänglichen
Empfang, den die Lütticher Bevölkerung seinem Sohn bei dessen Rückkehr im Mai
1952 auf genau diesem Platz bereiten würde

Infos techniques

10 Rue Ernest Bavière
4020 Liège
Lat : 50.64195Lng : 5.58391
0 m
64 j

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