
Die Wanderung beginnt im reizvollen Dorf Condé-sur-Risle, dessen Fachwerkhäuser und Kirche mit Renaissanceportal zu einer ersten Pause einladen. An der Außenwand des Kirchenschiffs befindet sich eine unscheinbare vorromanische Tür – ein stilles Zeugnis einer weit zurückreichenden Vergangenheit.
Anschließend führt der Weg zur Sarazenenquelle, einem ehemaligen Waschhaus am Grund eines abgelegenen Tales. Dieses Tal wurde vom Sarazenenravin geformt, einem zeitweise wasserführenden Bach, der nur nach starken Regenfällen zum Leben erwacht. Die Umgebung ist ein Musterbeispiel für die traditionelle normannische Bocage-Landschaft: Alte Linden, Buchen und Eichen stehen neben eindrucksvollen Hainbuchen-Kopfbäumen und schaffen eine friedliche, beinahe zeitlose Atmosphäre.
Der Wald prägt den größten Teil der Strecke und bedeckt nahezu 40 Prozent des Rundwegs. Im Bois des Marettes wächst ein schöner Mischwald aus Eichen und Strandkiefern unter einem dichten Blätterdach. Bocage-Abschnitte, offene Felder sowie Ausblicke auf das Risle-Tal und das Sarazenenravin sorgen für eine bemerkenswerte landschaftliche Vielfalt.
Zum Abschluss erwartet die Wandernden das Schloss La Thillaye, ein elegantes Herrenhaus aus der Zeit Ludwigs XIII. Seine Fassade aus roten und schwarzen Ziegeln im Schachbrettmuster, flankiert von zwei Ecktürmchen, bildet einen überraschenden architektonischen Höhepunkt mitten in der normannischen Landschaft.
Eine kontrastreiche Wanderung zwischen Natur, Geschichte und Panoramablicken, die für ein breites Publikum geeignet ist.