



Ein ziemlich langer und anstrengender Rundwanderweg mit schönen Panoramen, der auf den Hängen der Bisalta entlangführt. Man startet in Castellar di Boves und erreicht einige schöne Ortschaften, die abseits der viel begangenen Wege liegen. Dabei folgt man der “Via Grima”, einem alten Verbindungsweg vom Piemont in die Provence. Wahrscheinlich hat ihn sogar Napoleon Bonaparte auf seinem Marsch vom Colle di Tenda Richtung Monregalese benutzt. Man erreicht den Colle Bercia, streift die Fontana (Quelle) Cappa, und krönt die Wanderung mit der Besteigung einer Felsnadel, die viele Namen hat: Bric della Croce, Bric Croé oder, für die Leute vor Ort, ganz einfach Rucàs.
Man steigt die nicht markierte Schotterstraße im Kastanienwald auf, wobei man den Abzweig nach rechts, gleich am Anfang, unbeachtet lässt. Man erreicht Tetto Battaglia und folgt nun einem Weg weiter in den dichten Kastanienwald. Eine Querung nach rechts führt zu Lichtungen und den schönen Häusern von Tetti Comba. Kurz danach verlässt man den Weg und biegt bei einem Verbotsschild rechts auf die Via Grima ab (gelbe Markierungen). Der Weg geht eben zwischen Kastanien- und Birkenwäldern weiter, wobei man sich bei einer Gabelung rechts hält. Man geht an einigen Häusern und einem Backofen (linker Hand) vorbei und kommt zu den Ruinen von Tetto Battaia (Wasser), wo man den Abzweig nach rechts unbeachtet lässt, und die Reste der Ortschaft oberhalb umrundet. Der Weg geht eben weiter bis zu einem Holzkreuz in der Nähe von Starkstrommasten. Man folgt den gelben Markierungen in einen dichten Laubwald. Ein Stückchen weiter wird das Sträßchen enger, steigt wieder an, und knickt nach links ab, zu einem baumfreien Wegstück (Prati Sagnas). Bei der nächsten Gabelung hält man sich links, überquert zwei Wasserläufe, und erreicht nach einem kurzen Steilstück den Colle Bercia. Nun geht es links mit einigen langen Kehren weiter (Richtung Osten). Kurz vor der Fontana (Quelle) Cappa verlässt man die ebene Schotterstraße und nimmt den steilen Weg nach links, der in Kürze auf den Gipfel des Monte Croce führt. Wieder zurück auf der Schotterstraße erreicht man ein Gatter:Man hält sich rechts und kommt für einen kurzen Wegabschnitt ins Peveragno-Seitental. Kurz darauf bleibt eine Schotterstraße, die zur Fontana Cappa führt, unbeachtet. Es geht Richtung Norden nach Tetti Ser, wo man sich links hält. Auch bei der nächsten Gabelung hält man sich links, und erreicht absteigend die Weiler Tetto Cava und Tetti Fenera. Die Straße führt im Val Fredda bergab, und man sieht den Eingang der ehemaligen Uranmine der Bisalta. Schließlich wird der Colletto di San Giovenale erreicht, bei dem man die Schotterstraße nimmt, die nach links in den Wald führt. Am Ende nochmal nach links, in die Via Tetti Molettino abbiegend, erreicht man nach einigen Hundert Metern die Straße nach Castellar, auf der man zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
Castellar di Boves (718 m)
Castellar di Boves (718 m)
Der vielseitige und interessante Weg verläuft zwischen Eßkastanien, führt auf weite Lichtungen, in steile Seitentäler, und bietet spektakuläre Querungen im Buchen- und Birkenwald. Seine Begehung ist besonders im Frühjahr und im Herbst zu empfehlen, ist aber auch im Winter möglich, wenn kein Schnee liegt. Der Abstieg hält Überraschungen bereit: Im Val Fredda sind noch Spuren des Uran-Abbaus zu sehen, der nach dem Zweiten Weltkrieg begann, und viele Todesopfer forderte.
Man parkt im Vallone (Seitental) Sergent, etwa 500 Meter nach dem Ortsschild Castellar di Boves, wo sich ein Parkplatz befindet (Schild).